Frequently asked questions (FAQ)

In unserer Praxis kommt es immer wieder zu gezielten Fragen nach bestimmten Sachverhalten, die wir hier stellvertretend beantworten wollen.

Antwort: Jeder Patient hat grundsätzlich ein Recht auf Informationen über seine Untersuchung/Behandlung. Der Patient hat dabei ein Recht auf Einsichtnahme in die Patientenunterlagen.
Er hat aber keinen Anspruch auf Aushändigung von Originalunterlagen, wie zum Beispiel einer Karteikarte. Diese ist geistiges Eigentum der Praxis!
In unserer Praxis arbeiten wir auch nicht mehr mit einer Papierkarteikarte, sondern mit einer elektronischen Patientenakte.
Diese kann auf Wunsch in Form eines ärztlichen Berichtes ausgehändigt werden.
Wir möchten aber vorsorglich drauf aufmerksam machen, dass dieser kostenpflichtig ist. GOÄ Ziffer 75

Einfacher ist es aber, wenn Sie Ihren neuen Augenarzt bitten, bei uns per Überweisung einen Bericht anzufordern. In diesem Falle entstehen Ihnen, als Patienten, keine Kosten.

Es kann darauf bestanden werden, dass eine Aushändigung von Berichten erst nach deren Bezahlung erfolgt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen darauf bestehen müssen, dass das Verlangen des Patienten auf Aushändigung seiner Unterlagen nachzuweisen ist. Dies hat in schriftlicher Form zu erfolgen.

Wenn Sie eine Zusendung des Berichtes per Post wünschen, teilen Sie uns dies bitte mit. Der Patient hat keinen generellen Anspruch auf Zusendung der Unterlagen (Landgericht Dortmund 07.04.2000 AHRS 8070/300). Wir bieten Ihnen aber an, den Bericht, auf Wunsch, kostenneutral bei uns in der Praxis abzuholen.

 

Antwort: Seit langer Zeit werden die Kosten für eine Brille von den Krankenkassen nicht mehr übernommen, weil der sogenannte Bewertungsausschuss entschieden hat, dass die Brille keine Kassenleistung mehr ist. Dies ist nur noch in ganz wenigen Ausnahmefällen so.
Folglich können die vom Augenarzt ermittelten Werte auch nicht mehr auf einem Kassenrezept verordnet werden.
Um dem Patienten aber auch weiterhin Informationen für die Brillenanfertigung durch den Optiker zur Verfügung stellen zu können, werden in unserer Praxis sogenannte Brilleninformationen ausgestellt. Diese enthalten alle für den Optiker wichtigen Informationen.
Bitte beachten Sie unbedingt, ob Sie dennoch ein ordentliches Brillenrezept benötigen. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn ein anderer Kostenträger, als Sie selbst, die Brille bezahlen soll. Dies ist zum Beispiel bei Arbeitsbrillen der Fall. Auch einige Versicherungen fordern vor Anfertigung einer neuen Brille immer ein ordentliches ärztliches Rezept.
Dies kann dann aber vor dem Hintergrund des oben Gesagten nur ein Privatrezept sein.
Bitte informieren Sie uns rechtzeitig, welche Art des Dokumentes Sie benötigen.

 

Antwort: Grundsätzlich entscheidet der Arzt auf Grund seiner Untersuchungsergebnisse, welches Arzneimittel sein Patient erhalten soll. Dieses verschreibt er mit Hilfe eines Rezeptes.
Seit längerer Zeit gib es jedoch spezielle Verträge zwischen den Krankenkassen und den Apotheken, die diese aus Kostengründen verpflichten, bei jedem Rezept zu prüfen, ob es ein günstigeres sog. Nachahmerpräparat gibt. Der Apotheker ist dann verpflichtet, dieses günstigere Arzneimittel an den Kassenpatienten abzugeben.
Der behandelnde Arzt hat hierauf zunächst keinen Einfluss, erhält oftmals erst durch den Patienten überhaupt Kenntnis davon.
Leider verändern sich die Preise einiger Arzneimittel sehr schnell und auch häufig, so dass es dazu kommen kann, dass jeweils ein anderes Präparat das zurzeit Günstigste ist und an den Patienten abgegeben wird. Die Folge ist, dass der Patient für das immer gleichlautende Rezept jeweils andere Präparate erhält.
Dies muss Sie grundsätzlich nicht irritieren, weil durch eine rechtliche Regelung sichergestellt ist, dass das Vergleichspräparat den gleichen Wirkstoff hat, wie das vom Arzt ursprünglich verordnete Medikament.
Ich möchte an dieser Stelle jedoch klar zum Ausdruck bringen, dass ich, als Arzt, mit dieser Regelung nicht einverstanden bin, weil es immer wieder zu ganz erheblicher Verwirrung bei den Patienten führt. Gleichzeitig halte ich das Arzt-Patienten-Verhältnis einerseits und die Therapiefreiheit des Arztes andererseits für sehr schützenswert und stehe damit jedwedem Eingreifen von Dritten sehr kritisch gegenüber.
Nur in ganz wenigen Fällen, wenn zum Beispiel wichtige medizinische Gründe gegen den Austausch gegen ein günstigeres Medikament sprechen, kann der Arzt mit einem entsprechenden Vermerk auf dem Rezept darauf bestehen, dass genau das von ihm verschriebene Medikament von der Apotheke abgegeben wird.

 

Antwort: Siehe hierzu vorhergehende Frage

Antwort: In wenigen Einzelfällen kann der Arzt auf dem Rezept vermerken, dass er aus medizinischen Gründen darauf bestehen muss, dass genau das von ihm verordnete Medikament von den Apotheken an den Patienten abgegeben werden muss. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein mögliches Austauschpräparat nicht vertragen wird.
In diesen Fälle markiert der Arzt das Rezept an einer dafür vorgesehenen Stelle mit einem Kreuz.
Die Richtlinien für diese "aut idem" genannte Regelung sind jedoch sehr genau definiert und müssen vom Arzt exakt eingehalten werden. Damit sind entsprechende Vermerke auf Wunsch des Patienten, der vielleicht ein verständliches Interesse daran hat, sein gewohntes Medikament zu erhalten, grundsätzlich nicht möglich. Dies trifft ebenso zu, wenn der Apotheker dazu rät, den Arzt doch aufzufordern, einfach das entsprechende Kreuz zu setzen.
Der Arzt hat sich vertraglich zur strikten Einhaltung der oben beschriebenen Regelung verpflichtet und darf keinesfalls sogenannte Gefälligkeitsrezepte ausstellen. Dies darf aber nicht als Zeichen mangelnder Zuwendung dem Patienten gegenüber verstanden werden.

 

Antwort: Grundsätzlich geht es in unserer Praxis der Reihenfolge nach.
Sie können als Patient auch sicher sein, dass diese eingehalten wird, weil bei jedem Patienten registriert wird, wann er in die Praxis gekommen ist. Bei Ihrer Anmeldung an unserer Rezeption werden Sie in unsere elektronische Wartezimmerliste eingetragen und damit eine Uhr in Gang gesetzt, die genau vermerkt, wie lange Sie bereits in der Praxis sind. Hierdurch ersparen wir Ihnen und uns das in anderen Praxen zu Teil verwendete Verfahren mit Ziehen einer Wartenummer, welches von uns grundsätzlich angelehnt wird.
Diese elektronische Wartezimmerliste ist für alle Praxismitarbeiter, einschließlich Dr. Schreyer, einsehbar und stellt sicher, dass auch kein Patient vergessen werden kann.
Wir bitten um Verständnis, dass aus Datenschutzgründen die Patienten keinen Einblick in die Wartezimmerliste erhalten.
Durch eine praxisinterne Dienstanweisung ist sichergestellt, dass kein Patient unnötig lange zu warten hat.
Wir müssen aber darauf aufmerksam machen, dass uns täglich Patienten mit ganz unterschiedlichen Beschwerdebildern und Anfragen aufsuchen.
Wir haben in unserer Organisation explizit auf sog. OP-, Entzündungs-, oder Brillentage, also Tage an dem ausschließlich Patienten mit dem gleichen Beschwerdebild in die Praxis kommen, verzichtet. Dies hätte nämlich für den Patienten bedeutet, dass er nicht nach der Dringlichkeit seiner Beschwerden einen Termin bekommen hätte, sondern unter Umständen erst zeitverzögert an einem Tag, an dem sein derzeitiges Beschwerdebild planmäßig behandelt würde.
In unsere tägliche Sprechstunde kommen also Patienten, bei denen ganz unterschiedliche Untersuchungs– und Behandlungsvorgänge erforderlich sind. Diese haben naturgemäß einen zum Teil ganz erheblich unterschiedlichen Zeitbedarf.
Es kann also dazu kommen, dass andere Patienten, die nur zu einer Kurzkontrolle einbestellt wurden und nach Ihnen in der Praxis angekommen sind, dennoch vor Ihnen zum Arzt gebeten werden, weil Sie zum Beispiel, im Rahmen einer Netzhautuntersuchung, auf die Wirkung von Medikamenten warten.
Sollte Ihnen also die Reihenfolge nicht verständlich sein, erkundigen Sie sich bitten bei meinem Personal.

 

Antwort: Die gesamte Versorgung mit Sehhilfen wird bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr von den Krankenassen übernommen, weil der sog. Bewertungsausschuss entschieden hat, dass dies keine Kassenleistung mehr ist. Nicht nur die Ausmessung von Brillengläsern, sondern auch die Anpassung von Kontaktlinsen kann damit nicht mehr mit den Kassen abgerechnet werden.
Sollte jedoch bei Ihnen eine der wenigen Ausnahmen (Hornhauterkrankungen, Hornhautverletzungen etc.) von dieser Regelung bestehen, werden wir Sie unaufgefordert darauf aufmerksam machen.
Unserem Motto entsprechend; „Wir können deutlich mehr als nur die Kassenmedizin“, werden wir auch weiterhin Kontaktlinsen anpassen und auf Wunsch für Sie anfertigen lassen. Wir kooperieren mit sehr renommierten Herstellerfirmen, die Produkte höchster Qualität anbieten.
Über die Ihnen bei der Anpassung und bei der Kontrolle von Kontaktlinsen entstehenden Kosten informieren wir Sie stets im Voraus.

 

Antwort: Im Allgemeinen dient der Kittel in der Medizin als Schutzkittel vor Verschmutzungen. Die Augenheilkunde der niedergelassenen Augenärzte zeichnet sich jedoch durch die Tatsache aus, dass so gut wie nicht mit Verunreinigungen gearbeitet wird.
Operationen oder Eingriffe finden grundsätzlich nicht im normalen Sprechzimmer statt. Ein Schutzkittel scheint vor diesem Hintergrund entbehrlich.
Wichtiger ist aber, dass der Arztkittel bei der Bevölkerung Signalcharakter hat. Das Bild des Arztes als "Gott in weiß, der über Leben und Tod entscheidet" ist allgegenwärtig.
Ich selber habe mich nie als Gott in weiß verstanden und musste zum Glück noch niemals über Leben und Tod entscheiden.
Ich habe mich immer eher als medizinischen Dienstleister gesehen, der seinen Patienten auf Augenhöhe begegnen möchte.
Um dieses auch nach außen hin zu signalisieren, habe ich mich schon vor Jahren ganz bewusst dazu entschieden, den weißen Kittel abzulegen.

 

Antwort: Bekanntlich ist die Praxis Dr. Schreyer eine inhabergeführte Einzelpraxis mit nur einem Arzt als Ansprechpartner, die an zwei Standorten (Hildesheim und Gronau) vertreten ist.
Unserm Anspruch folgend, sowohl in Hildesheim als auch in Gronau eine tägliche Präsenzsprechstunde durchzuführen, um für die Patienten da zu sein, haben wir die Sprechstunden entsprechend halbtäglich organisiert.
Selbst in den Zeiten, zu denen Dr. Schreyer an dem jeweils anderen Standort praktiziert, ist eine telephonische Erreichbarkeit sichergestellt.
Wir sind stolz darauf, Ihnen als einer der wenigen Ärzte im Landkreis Hildesheim auch am Mittwochnachmittag wie am Freitagnachmittag eine regelmäßige Sprechstunde anzubieten.
Unsere Sprechzeiten entnehmen Sie bitte unseren Öffnungszeiten.

 

Antwort: Bei der Behandlung von Patienten gibt es verschiedene Grundsätze, die von uns strikt eingehalten werden.
Zunächst gilt eine Behandlungspflicht.
Jeder Patient, der Beschwerden hat, muss vom Arzt angesehen werden. Dieser Grundsatz ist bei uns ehernes Gesetz und wird konsequent umgesetzt.
Bei gesetzlich versicherten Patienten ist darauf zu achten, dass die Kosten für die Behandlung im Vergleich zu Privatpatienten zu einem deutlich ermäßigten Kostensatz abgerechnet werden. Um in den Genuss dieser Ermäßigung zu gelangen, ist es zwingend erforderlich, dass der Patient seine Mitgliedschaft in einer der gesetzlichen Krankenkassen durch Vorlage seiner Versichertenkarte belegt.
Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass auch ohne Vorlage einer Versichertenkarte eine Behandlung möglich, in einigen Fällen (Notfall) sogar zwingend erforderlich ist. Dies entbindet den Patienten jedoch nicht von der Pflicht, die Versichertenkarte später nachzureichen. Bis zur Vorlage der Versichertenkarte muss die Behandlung als Privatbehandlung erfolgen. Die entstehenden Kosten hat dann bis auf weiteres der Patient selber zu tragen.
Zu diesem Zweck werden wir Sie umfänglich informieren und mit Ihnen einen schriftlichen, privatärztlichen Behandlungsvertrag schließen.
Wird dieses vom Patienten nicht gewünscht, bieten wir auch Alternativen an.
Der Patient bekommt die Möglichkeit, seine Versicherungskarte unter Wahrung des Termins zu holen und doch noch vorzulegen, oder aber zeitnah einen Alternativtermin zu vereinbaren.
Wird die Behandlung ohne Vorlage einer gültigen Versicherungskarte als Privatbehandlung gewünscht, ist unbedingt zu beachten, dass ein Nachreichen der Versicherungskarte und damit eine Rückumwandlung der Privatbehandlung in eine Abrechnung mit der gesetzlichen Kasse an strenge zeitliche Auflagen gebunden ist. Diese Fristen regelt der Gesetzgeber und die Verträge mit den Krankenkassen. Über die zeitlichen Fristen werden wir Sie ebenfalls schriftlich informieren.
Bitte beachten Sie unbedingt, dass nach Ablauf dieser Fristen eine Umwandlung nicht mehr möglich ist!

 

Antwort: Zunächst ist festzustellen, dass die augenärztlichen Untersuchungen im Rahmen eines Führerscheingutachtens eine Eignungsüberprüfung sind, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden.
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten ausschließlich für Krankheitsuntersuchungen.
Aufsichtführende Behörde für die Fahrtauglichkeit ist das Kraftfahrzeugbundesamt, welches auch die Bedingungen zur Fahrtauglichkeit regelt. Dieses hat anhand der sogenannten Fahrerlaubnisverordnung (FeV) ein Formular erstellt, welches die erforderlichen Untersuchungen eindeutig benennt.
Wir führen anlog diese Untersuchungen nach den geltenden Richtlinien durch. Die Abrechnung erfolgt nach den Regeln der Allgemeinen Gebührenordnung für Ärzte. Zusammenfassend sind wir damit sowohl bei der Auswahl der Untersuchungsgänge als auch bei der Liquidation an eindeutige Vorgaben gebunden, die keinerlei Interpretationsspielräume bieten.

 

Antwort: Die ärztliche Abrechnung von privatärztlichen Leistungen regelt die Allgemeine Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) verbindlich und eindeutig. Diese Gebührenordnung ist vom deutschen Gesetzgeber erstellt worden. Hierin sind alle abrechnungsfähigen ärztlichen Leistungen genau beschrieben und mit einem sogenannten Punktwert und einen Kostenwert in Euro versehen.
Dieser „Rohwert“ wird dann mit einem Steigerungsfaktor multipliziert, wobei § …… der GOÄ eindeutig regelt, dass der Faktor 2,3 der Regelfaktor für die ärztliche Abrechnung ist.
Höhere Steigerungsfaktoren müssen vom Arzt immer begründet und im Vorfeld in Form schriftlicher Verträge mit dem Patienten vereinbart werden. Der Einfache Gebührensatz kommt nur in wenigen Fällen, wie zum Beispiel im Rahmen von speziellen Rabattverträgen mit den Berufsgenossenschaften zum Einsatz.
Bitte beachten Sie, dass für ärztliche Rechnungen grundsätzlich auch dann der Regelsatz 2,3 gültig ist, wenn der Patient mit seiner Versicherung im rahmen eines Sondertarifs einen davon abweichenden Regelsatz vertraglich vereinbart hat. Dies erklärt sich aus der Tatsache, dass der Patient mit seiner Versicherung lediglich eine Erstattung zu bestimmten Konditionen vereinbaren kann. Dies muss jedoch nicht zwingend auf die Rechnungslegung des Arztes Auswirkungen haben.
Eine Übernahme der reduzierten Steigerungsfaktoren durch den Arzt stellt daher immer ein Entgegenkommen des Arztes dar, worauf kein Anspruch besteht.

 

Antwort: Das kindliche Auge funktioniert wie eine Autofocuskamera. Es stellt sich unbewußt auf alle notwendigen Sehabstände ein. Dies ist grundsätzlich ein sehr nützlicher Mechanismus, der aber bei der Sehschärfenbestimmung beim Augenarzt störend sein kann, weil sich das Auge durch Anstrengung, die Sehschärfe betreffend, verändert. Dies würde bei der Messung zu falschen Ergebnissen führen.
Aus diesem Grund wendet der Augenarzt spezielle Tropfen an, die die autoregulativen Mechanismen des kindlichen Auges für eine gewisse Zeit einmal ausschalten, so dass dann ganz entspannt der wahre Sehfehler des Kindes gemessen werden kann. Ein Nebeneffekt ist dabei, dass sich die Pupille erweitert und das Sehen in der Folge verschwommen ist. Dies soll Sie also nicht beunruhigen.
Die dann anschließende Messung ist eine sogenannte objektive Refraktionsmessung, das heißt, das Kind muss dabei nicht lesen oder ansonsten kooperieren.
In Ausnahmefällen wird diese Art der objektiven Messung auch bei anderen Patienten vorgenommen, deren Kooperationsfähigkeit in irgendeiner Weise eingeschränkt ist.
Die eingesetzten Tropfen haben einen Wirkeintritt nach frühestens 60 Minuten. Wir werden Sie hierüber bereits bei der Terminvergabe und erneut beim Tropfentermin informieren.
Bitte haben Sie dann Geduld, bis die volle Tropfenwirkung eingetreten ist. Erst dann sind verlässliche Messungen überhaupt möglich.
Die Tropfenwirkung geht in den folgenden Stunden zurück und sollte am Folgetag nicht mehr vorhanden sein. In seltenen Einzelfällen kann es aber durchaus auch zu einer verzögerten Rückbildung der Wirkung kommen. Sollten Sie Zweifel haben, Kontaktieren Sie uns bitte.
Bei heranwachsenden Kindern und Jugendlichen raten wir zur regelmäßigen Messung unter Tropfenwirkung, weil sich die Augen und mit Ihnen die Sehschärfenwerte wachstumsbedingt verändern.

 

Antwort: Eine Bildschirmarbeitsbrille ist nach der offiziellen Definition grundsätzlich kein Hilfsmittel (wie Ihre private Brille), sondern ein Arbeitsmittel (zu vergleichen mit Ihrer Arbeitskleidung).

Verträge zwischen den Berufsgenossenschaften und den Arbeitgebern regeln sehr präzise, dass Arbeitnehmern, die hauptsächlich oder überwiegend am Bildschirm arbeiten, oder aber unerlässliche Tätigkeiten am Bildschirm auszuführen haben, Anspruch auf regelmäßige Überprüfung ihrer Bildschirm-tauglichkeit haben.

Die Umstände regelt der berufsgenossenschaftliche Grundsatz G 37.

Hierin enthalten sind regelmäßige Kontrollen durch einen Arbeitsmediziner (Betriebsarzt) oder aber Augenarzt. Diese prüfen zunächst, ob der Arbeitnehmer beschwerdefrei am Bildschirm arbeiten kann. Trägt der Arbeitnehmer eine Brille, wird geprüft, ob diese für die Bildschirmtätigkeit geeignet ist.

Sollte dies nicht der Fall sein, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine spezielle arbeitsmedizinische Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung seiner Tätigkeit am Bildschirm.

Sollte sich dabei herausstellen, dass der Arbeitnehmer eine spezielle Bildschirmarbeitsbrille benötigt, hat er auch Anspruch darauf, dass der Arbeitgeber ihm diese zur Verfügung stellt.

Wir bitten um Beachtung, dass alle Untersuchungen, die mit dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G37 im Zusammenhang stehen, grundsätzlich nicht über die Krankenkassen abgerechnet werden können, sondern mit dem Arbeitgeber abzurechnen sind.

Hier gilt dann der Grundsatz: Derjenige, der die Untersuchung beim Augenarzt beauftragt, erhält auch die Kostenrechnung auf Grundlage eines privatärztlichen Behandlungsvertrages.

Um das Verfahren für unsere Patienten als Arbeitnehmer zu vereinfachen, raten wir dazu, den Arbeitgeber zunächst über die Beschwerdeproblematik am Bildschirmarbeitsplatz zu informieren und um eine G37 Untersuchung zu bitten. Besonders vorteilhaft wäre es dann, wenn der Patient bei seinem Arbeitgeber hierfür eine Kostenübernahmebestätigung erwirkt. Dann könnten wir als Augenarztpraxis direkt mit dem Arbeitgeber abrechnen, ohne das der Patient/Arbeitnehmer involviert wird.

Sollte sich dann herausstellen, dass der Arbeitnehmer für seine Tätigkeit am Bildschirm eine spezielle Brille benötigt, erhält er von uns ein separates Rezept, welches beim Optiker eingereicht werden kann. Dieser fertigt dann die Bildschirmarbeitsbrille.