Frequently asked questions (FAQ) zum Thema Glaukom

Das Glaukom, oder auch Grüner Star, bezeichnet eine Erkrankung, bei der es am Auge zu einer Schädigung des Sehnerven kommt. Auslöser ist ein relativ gesehen zu hoher Augeninnendruck. In unserer Praxis kommt es immer wieder zu gezielten Fragen dazu, die wir hier stellvertretend beantworten wollen.

Antwort: Eine Druckerhöhung im Augeninneren entsteht, wenn entweder die Produktion des inneren Augenwassers zu hoch, oder aber der Abfluss aus dem Augeninneren zu gering ist.
Das Heimtückische an dieser Erkrankung ist einerseits, dass der Patient die hohen Druckwerte selber gar nicht bemerkt, andererseits aber später eintretende Schäden am Auge nicht mehr repariert werden können.
Ziel einer erfolgreichen Therapie muss also sein, die Druckerhöhung zunächst möglichst schnell zu diagnostizieren und in der Folge zu einer raschen und dauerhaften Drucksenkung zu kommen.
Unbehandelt käme es sonst zu einer dauerhaften Schädigung von wichtigen Nervenstrukturen, die nicht reparabel sind.
Anfänglich kleine Schäden bemerkt der Patient meistens nicht.
Erst wenn eine Vielzahl von Nervenfaser unwiederbringlich geschädigt ist, kommt es auch für den Patienten zu Funktionseinbußen. Diese sind durch eine zunehmende Einengung des Gesichtsfeldes charakterisiert. Erst ganz zum Schluss, wenn das Gesichtsfeld schon weitgehend zerstört ist, kommt es auch zu Beeinträchtigungen der Sehschärfe.
Vor diesem Hintergrund sehen wir es sehr kritisch, wenn Patienten nach dem Motto verfahren: "Ich kann doch gut sehen und habe keine Beschwerden, dann kann ich auch kein Glaukom haben".
Bei der eindeutigen Diagnose eines Glaukoms sind Spezialuntersuchungen, wie die Hornhautdickenmessung mit dem Ultraschall, die Überprüfung glaukomspezifischer Gesichtsfelder und allem voran die Analyse des Sehnerven von großer Wichtigkeit.
In Hannover hat sich eine Gemeinschaft von Augenärzten gebildet, die sich vornehmlich mit der Diagnostik von Glaukomerkrankungen beschäftigt.
Hierbei kommen verschiedene Spezialgeräte zum Einsatz.
Wir sind sehr stolz, all diese Geräte bei uns in der Praxis vorzuhalten, so dass wir unsere Patienten zur genauen Glaukomdiagnostik nicht erst nach Hannover schicken müssen.
Zur genauen Diagnose und Kontrolle des Glaukoms führen wir folgende Spezialuntersuchungen durch:
- Gesichtsfelduntersuchung
- FDT (Fequenzverdopplungstechnologie) spezielles Glaukomgesichtsfeld
- Pachymetrie (Hornhautdickenmessung mit dem Ultraschall)
- HRT (Topographische Darstellung des Sehnervenkopfes mit Hilfe einer Laserstrahlkamera zur Verlaufskontrolle des Glaukoms)
- Gonioskopie (Untersuchung des Kammerwinkels des Auges).

 

Antwort: Ist ein Glaukom einmal festgestellt, werden die erhöhten Augendruckwerte mit Hilfe von Medikamenten in Tropfenform reduziert.
Die Auswahl der entsprechenden Arzneimittel erfolgt nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten und unter Berücksichtigung anderer Erkrankungen und Therapien.
Ist eine medikamentöse Therapie allein nicht ausreichend, kann das Auge mit einem speziellen Laserstrahlengerät behandelt werden, um die Druckwerte zu senken.
Wir beherrschen diese Laserstrahlentechnik und führen diese Art der Behandlung seit vielen Jahren zahlreich und sehr erfolgreich durch.
Der Vorteil für den Patienten liegt dabei auf der Hand.
Die gesamte Diagnostik und Therapie bleibt in einer Hand und kann vor Ort durchgeführt werden.

 

Antwort: Wir bitten alle unsere Glaukompatienten, am Tage der Untersuchung ihre Glaukommedikamente, wie üblich, anzuwenden.
Bei der Kontrolle soll es ja gerade darum gehen, zu überprüfen, ob die zzt. gültige Therapie ausreichend ist.
Bitte informieren Sie uns auch jederzeit, falls andere Medikamente angewendet werden und bringen diese zur Untersuchung mit.
Ihre aktuellen Augendruckwerte werden wir stets in unsere Glaukompässe, die wir Ihnen zur Verfügung gestellt haben, eintragen. So haben Sie als Patient auch zu Hause immer einen Überblick über Ihre derzeitige Situation in Bezug auf das Glaukom.
Bitte bringen Sie Ihren Glaukom-Pass zu jeder Untersuchung bei uns mit.

Die Glaukomerkrankung erfordert eine dauerhafte und konsequente Therapie.
Bitte vermeiden Sie unter allen Umständen Therapiepausen.
Wir werden Sie bei jedem Termin stets mit ausreichend Arzneimittel bis zum nächsten Wiedervorstellungstermin versorgen.
Sollte die Ihnen verschriebene Medikamentenmenge dennoch einmal nicht ausreichen, kontaktieren Sie uns bitte umgehend und rechtzeitig, damit wir gemeinsam für eine kontinuierliche Medikation sorgen können.
Bitte beachten Sie, dass auch kleine Therapiepausen, von nur wenigen Tagen, Schäden verursachen könnten.

 

Antwort: Da es sich beim Glaukom definitionsgemäß um eine krankhafte Erhöhung des Augeninnendruckes handelt, wird bei jeder Kontrolle der Augendruck überprüft.
Alle unsere Glaukompatienten erhalten einen individuellen Glaukom-Pass, in den wir Ihre Druckwerte kontinuierlich eintragen.
Auf diese Weise möchten wir erreichen, dass auch Sie, als Patient, ständig über Ihre Werte informiert sind.

Die Augendruckerhöhung kann prinzipiell auch dadurch entstehen, dass der Abfluss des inneren Augenwassers durch kleine Kanäle im sogenannten Kammerwinkel zu gering ist, weil die Abflussverhältnisse des Auges zu beengt sind. Man spricht in diesen Fällen vom sogenannten Engwinkelglaukom.
Mit Hilfe von speziellen Spiegeloptiken wird bei der Untersuchung der Kammerwinkel untersucht und damit geklärt, ob es sich um die oben beschriebene Spezialform des Glaukoms handelt.
Diese Feststellung ist ausschlaggebend für die zukünftige Therapie, weil das Engwinkelglaukom und das Weitwinkelglaukom grundsätzlich andere Therapieansätze haben.

Erste Folgeschäden durch das Glaukom können Veränderungen am Gesichtsfeld sein, wobei sich erste Störungen meist unbemerkt für den Patienten entwickeln.
Wir prüfen daher in regelmäßigen Intervallen die Gesichtsfelder beider Augen.

Im weiteren Verlauf der Glaukomerkrankung können sich auch typische Veränderungen am Sehnerven entwickeln. Durch die Druckschädigungen kommt es zum Absterben von Nervenfaser, so dass sich der Sehnerv in ganz charakteristischer Art und Weise verändert.
Eine regelmäßige Inspektion des Sehnerven gehört bei uns zu der Routinekontrolle bei Glaukompatienten.

Die medizinische Forschung hat in den letzten Jahren insbesondere die Diagnostik des Glaukoms verbessert.
Wie bereits erwähnt, ist eine möglichst frühe Diagnose des Glaukoms von ganz entscheidender Wichtigkeit für den Patienten, weil einmal eingetretene Schäden am Auge nicht mehr repariert werden können.
In diesem Zusammenhang kommen hochempfindliche Spezialgeräte bei der Untersuchung zum Einsatz.
Wir sind stolz, all diese Geräte für die Optimierung Ihrer Diagnostik bei uns in der Praxis bereitzuhalten.
Folgende Zusatzuntersuchungen bieten wir unseren Patienten bei der Glaukomdiagnostik an.

HRT (Heidelberger Retinotopographie)
Pachymetrie (Hornhautdickenmessung mit dem Ultraschall)
FDT (spezielles Glaukomgesichtsfeld )

 

Antwort: Zunächst muss eine krankhafte Augeninnendruckerhöhung zweifelsfrei feststehen.
Wir wissen, dass die Druckwerte des Auges tageszeitlich schwanken können, so dass es sich im Verdachtsfall empfiehlt, mehrere Druckmessungen zu unterschiedlichen Tageszeiten durchzuführen.
Sollte dann ein Glaukom diagnostiziert werden, wird auf Ihre individuelle Situation hin eine passgenaue Therapie entwickelt.
Diese erfolgt in der Regel unter Zuhilfenahme von Medikamenten in Tropfenform.
Wir werden Ihnen unsere Therapieempfehlung ganz genau erklären und die benötigten Arzneimittel verordnen.
In der Folgezeit ist es dann erforderlich, die ausreichende Wirkung der Therapie bei Ihnen zu überprüfen.
Dies könnte erfordern, dass Sie anfangs in kürzeren Abständen zu uns in die Praxis gebeten werden.
Erst, wenn sichergestellt ist, dass die Therapie von Ihnen gut vertragen wird und auch die drucksenkende Wirkung der Arzneimittel ausreichend ist, können die Kontrollintervalle verlängert werden.
Später ist in der Regel nur noch eine Kontrolle alle 3 Monate erforderlich, um den dauernden Therapieerfolg bei Ihnen sicherzustellen.
Wir werden Sie bei dieser Gelegenheit stets mit einer ausreichenden Menge Medikamentes versorgen.
Sollte sich Ihr gesundheitlicher Zustand jedoch trotz eingeleiteter Therapie verschlechtern, werden wir mit Ihnen eine engmaschigere Kontrolle verabreden und dabei prüfen, ob es notwendig ist, Ihre Therapie entsprechend zu verstärken.

Zum Ende jedes Besuches bei uns in der Praxis werden wir Ihnen Vorschläge unterbreiten, wann aus ärztlicher Sicht eine Wiedervorstellung sinnvoll ist. Nach Möglichkeit werden wir hierzu bereits einen festen Termin vereinbaren. Dieses soll Ihnen und auch uns die Planung erleichtern und damit zur Optimierung Ihres nächsten Besuches beitragen.