Kataraktbetreuung

Der Graue Star stellt eine Trübung der Augenlinse dar, die im Ergebnis zu einer Verschlechterung des Sehens führt.
Die betroffenen Patienten klagen häufig über eine allgemeine Unschärfe des Sehens. Andere fühlen sich mehr durch eine verstärkte Blendung oder eine ungewöhnliche Farbwahrnehmung gestört.
Die Ursachen der Linsentrübung können sehr unterschiedlich sein. Am häufigsten ist eine altersbedingte Eintrübung. Seltener kommt es durch Augenverletzungen, innere Krankheiten oder durch die Einwirkung äußerer Faktoren (Strahlen, chemische Substanzen, Hitze etc.) zur Ausbildung der Linsentrübung.

Weiterlesen

Frequently asked questions (FAQ) zum Thema Katarakt (Grauer Star)

Die Katarakt (Grauer Star) bezeichnet eine Trübung der Augenlinse. Betrachtet man Menschen, die an einer fortgeschrittenen Katarakt erkrankt sind, kann man die graue Färbung hinter der Pupille erkennen, woher sich die Bezeichnung grauer Star ableitet. Die getrübte Linse kann in den meisten Fällen operativ durch ein künstliches Linsenimplantat ersetzt werden.

Antwort: Der Graue Star (Kataract) ist eine irreversible Eintrübung der Augenlinse, die zu einer zunehmenden Sehbeeinträchtigung führt. Es existieren zzt. keine medikamentösen Therapieoptionen, die Linse wieder klar werden, zu lassen. Einzig eine Operation führt zu vernünftigen Ergebnissen und stellt damit die Therapie der Wahl dar.

Bei der Operation wird die trübe Linse aus dem Auge entfernt und eine neue, klare Kunstlinse eingesetzt.

Dieser operative Eingriff wird entweder ambulant oder stationär im Krankenhaus durchgeführt.

Die sehr modernen Operationstechniken machen heute in aller Regel nur noch eine oberflächliche Betäubung mit Tropfen notwendig. Bei dem dann folgenden mikrochirurgischen Eingriff wird die getrübte Linse aus dem Auge entfernt und eine Kunstlinse eingesetzt. Diese Kunstlinse muss zuvor sehr genau berechnet werden. Grundlage dieser Berechnungen sind eine Reihe von Parametern, die durch spezielle Messungen am Auge ermittelt werden. Heute werden für die Ausmessung der Linse hochempfindliche Lasertechniken verwendet, die extrem präzise Ergebnisse auf den 1/1000 Millimeter genau liefern. Diese Präzision ist Voraussetzung für den Einsatz von hochwertigen Linsen neuster Generation und damit für ein perfektes postoperatives Ergebnis.

Eine weniger präzise Messung ist auch mit der Ultraschalltechnik möglich.

Bitte beachten Sie, dass zzt. nur die Ultraschallmessung von den gesetzlichen Krankenkassen kostenmäßig übernommen wird.

Wir werden Sie im Bedarfsfall rechtzeitig über die verschiedenen Optionen und eventuelle Zusatzkosten informieren.

 

Antwort: Um ein möglichst einwandfreies Ergebnis zu erreichen, sollte die operative Behandlung in einer auf diesen Eingriff spezialisierten Klinik erfolgen. Für die eigentliche Operation arbeiten wir daher ausschließlich mit sehr erfahrenen Operateuren in renommierten Kliniken zusammen.

In diesem Zusammenhang haben wir für Sie ein Procedere entwickelt, welches Ihnen größtmöglichen Service bietet. Dieses beinhaltet, dass wir uns um die Anmeldung in der Klinik kümmern und alle notwendigen Unterlagen zusammenstellen. Sie müssen sich zunächst um gar nichts kümmern. Die Klinik wird dann telefonisch auf Sie zukommen, um mit Ihnen alle weiteren Formalitäten und die genauen Termine zu besprechen. Von der Klink wird Ihnen auch ganz genau erklärt, welche Vorbereitungen von Ihnen zu treffen sind.

Die Operationsnachsorge am Tage nach dem Eingriff findet dann wieder bei uns in der Praxis statt.

Durch eine eingespielte Kommunikation zwischen der Klinik und unserer Praxis stellen wir Ihre erfolgreiche Betreuung während der gesamten Behandlungszeit sicher.

 

Antwort: Bei der Behandlung des Grauen Stars kommt eine komplizierte Operationstechnik zum Einsatz, die größtmögliche Präzision garantiert. In den letzten Jahren konnten die Op-Bedingungen für den Patienten kontinuierlich verbessert werden.

Wir möchten Sie aber dennoch bitten, den operativen Eingriff ernst zu nehmen. Insbesondere eine störungsfreie Heilung ist an die Einhaltung gewisser Verhaltensregelungen gebunden.

Wir werden Sie im Bedarfsfall sehr genau und in Schriftform informieren, wie durch Ihre Mitarbeit bei der Nachsorge ein optimales Operationsergebnis erreicht werden kann.

Zur Planung Ihrer Operation weisen wir schon im Vorfeld darauf hin, dass nach der Operation die Fahrtauglichkeit für gut vier Wochen nicht gegeben ist. Erst nach Abschluss der kompletten Heilung können neue aktualisierte Brillengläser ausgemessen werden. Erst, wenn diese Werte vorliegen und die neue Brille angefertigt ist, besteht wieder Fahrtauglichkeit.

Wir bitte Sie dies bei Ihrer terminlichen Planung zu berücksichtigen.

In der Folgezeit nach der Operation führen wir mehrmals Kontrollen bei uns in der Praxis durch, um den Heilverlauf zu begleiten und damit ein optimales Ergebnis für Sie sicher zu stellen.

Bitte richten Sie daher auch Ihre eventuelle Urlaubsplanung oder andere Phasen der Ortsabwesenheit auf eine postoperative Heilphase von vier Wochen ein.

Die sehr modernen chirurgischen Verfahren bei der Behandlung des Grauen Stars sehen heute im Regelfall keine Operationsnaht mehr vor. Das operierte Auge kann damit zunächst recht empfindlich sein und sollte unbedingt geschont werden. Berufstätige Patienten haben Anspruch darauf, maximal vier Wochen Arbeitsunfähigkeit einzureichen.

Körperlich anstrengende Arbeiten sollten in dieser Zeit sowohl im beruflichen wie im privaten Umfeld vermieden werden.

In vielen Fällen sind beide Augen vom Grauen Star betroffen und werden nicht selten zeitnah hintereinander behandelt.

Bitte beachten Sie, dass sich die oben angegebenen Zeiträume damit folglich verdoppeln.

Während der gesamten Heilungsphase ist eine Tropftherapie anzuwenden.

Wir werden Ihnen bei den jeweiligen Kontrollen in der Praxis die erforderliche Therapie genau erläutern und Ihnen die notwendigen Medikamente in ausreichender Menge zur Verfügung stellen.

 

Antwort: Die Trübung der Augenlinsen vollzieht sich weder kontinuierlich noch gleichmäßig und ist sehr starken individuellen Schwankungen unterworfen.

Vorhersagen aus den Ergebnissen einer Untersuchung in Bezug auf die zu erwartende Zeit bis zu einer Verschlechterung oder gar Operationsnotwendigkeit sind somit kaum möglich.

Wir werden Ihnen aber im Bedarffall zeitliche Kontrollvorschläge im Rahmen unserer langjährigen Erfahrungen und Ihrer individuellen Situation gemäß unterbreiten.

 

Antwort: Zunächst ist damit zu rechnen, dass sich die Sehfähigkeit durch eine sich verstärkende Trübung weiter reduziert.

Eine Erblindung, wie sie von einigen Patienten immer wieder befürchtet wird, ist aber nicht zu erwarten.

Wir beherzigen in der Behandlung und der Information über den Grauen Star unter anderem folgende Leitlinien.
-Ein Grauer Star MUSS nicht unbedingt behandelt werden.
-Wenn man nichts macht, kann auch nichts besser werden.
-Der Patient soll die Operation und damit eine Verbesserung des Sehens wünschen.
-Aus rein operationstechnischer Sicht ist darauf hinzuweisen, dass die Operation bei sehr starken Trübungen erschwert sein kann, so dass es sich medizinisch empfiehlt, mit der Behandlung nicht zu lange zu warten.