Hypertonikerbetreuung

Wussten Sie schon, dass ein erhöhter Blutdruck auch schädigenden Einfluss auf die Netzhautgefäße und somit auf das Sehen haben kann?
Nur der Augenarzt kann mit Hilfe spezieller Spiegeloptiken die Netzhaut untersuchen und wichtige Informationen über den Krankheitsverlauf bei hohem Blutdruck ermitteln.

 

Hypertonikerbetreuuung

Die Hypertonie bezeichnet den Bluthochdruck, der unter anderem zu krankhaften Veränderungen an den Blutgefäßen führen kann.
Die Blutdruckerkrankung ist eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten in unserer Gesellschaft.
Um den Hypertonus besser therapieren zu können, sind regelmäßige Überprüfungen des Zustandes der Blutgefäße wünschenswert.
Am einfachsten und sichersten erfolgt die Beurteilung am Auge. Im Bereich des Augenhintergrundes liegen nämlich die Blutgefäße der Netzhaut auf und sind so einer ungehinderten Kontrolle leicht zugänglich.
Durch eine präzise Inspektion der Netzhaut und deren Gefäße lassen sich wichtige Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Gefäße im Gesamtorganismus ziehen. Dies ist damit zu begründen, dass sich generalisierte Gefäßerkrankungen, wie sie zum Beispiel durch den Hypertonus ausgelöst werden, an sämtlichen Blutgefäßen beobachten lassen, somit auch an den leicht zugänglichen des Auges.

Wir möchten auch auf eine weitere Einzigartigkeit der Augengefäße hinweisen. Anatomisch gehört das Auge zum Gehirn, so dass Veränderungen am Auge und dessen Gefäße Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Gehirns zulassen, umgekehrt aber auch Erkrankungen des Gehirns zum Teil an Veränderungen des Auges erkannt werden können.
Dies ist von besonderem Wert, weil die übrigen Teile des Gehirns sicher in dem knöchernen Schädel eingebettet sind und einer Untersuchung somit nur sehr schwer zugänglich sind.
Die oben genannten Aspekte führen auch immer wieder Patienten per Überweisung vom Hausarzt oder Kardiologen in unsere Praxis, die zunächst gar nicht wissen, um was es bei ihnen geht, weil sie doch vermeintlich gar keine Augenbeschwerden haben. Für die Untersuchung des Augenhintergrundes mit seinen Gefäßen ist regelmäßig eine Pupillenerweiterung durch Medikamente in Tropfenform erforderlich.
Ohne diese Pupillenerweiterung würde sich die Pupille bei Beleuchtung mit der Untersuchungslampe sofort verengen, so dass die Untersuchung aller Netzhautareale nicht mehr problemlos möglich wäre.
Wir möchte unsere Patienten darauf aufmerksam machen, dass die medikamentöse Pupillenerweiterung erheblichen Einfluss auf die Praxisverweilzeit hat, weil allein die Tropfen einen Wirkeintritt nach frühestens 60 Minuten haben.
Bitte planen Sie diese Zeit für Ihren Besuch bei uns ein.
Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist, dass die medikamentöse Pupillenerweiterung die Sehfähigkeit für ca. vier Stunden beeinträchtigt.
In dieser Zeit sind die Patienten nicht berechtigt, ein Fahrzeug zu führen und am Straßenverkehr teilzunehmen.
Bitte planen Sie auch dieses für Ihren Besuch bei uns ein.
Wir werden Sie bei planmäßiger Untersuchung des Augenhintergrundes bereits bei der Terminvergabe auf diese Besonderheiten aufmerksam machen.

 

 

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