Brillenbestimmung

Wussten Sie schon, dass Ihr Augenarzt Ihr fachkompetenter Ansprechpartner für alle Probleme rund um die Brille ist?

Nur Ihr Augenarzt kann Ihnen auch dann weiterhelfen, wenn die Brille nicht die Ursache für Ihr schlechtes Sehen ist.

 

Brillenbestimmung

Viele Patienten suchen den Augenarzt auf, weil sie bemerkt haben, dass sie schlechter sehen können und fest der Meinung sind, dass sie eine Brille benötigen. Häufig wurde bereits ein Optiker aufgesucht, um genau diesem Wunsch nach einer Brille nachzukommen.
Wir informieren unsere Patienten darüber, dass die Brille wahrlich nicht die einzige Lösung für ein Sehproblem sein kann.
Es gilt der Grundsatz:
Nur Refraktionsfehler (Kurz-, Weit-, Alterssichtigkeit etc.) lassen sich mit einer Brille komplett beseitigen.
Alle anderen Ursachen für eine Sehverschlechterung können dagegen durch eine Brille allein meist nicht gelöst werden.
Wir als augenärztliche Praxis gehen Ihren Sehproblemen durch eine sorgfältige Untersuchung mit Hilfe modernster Technik auf den Grund und erarbeiten für Sie ein effizientes Therapiekonzept.
Dabei kann die Brille einen wichtigen Bestandteil der Therapie ausmachen. Wir bieten aber auch Lösungsvorschläge an, wenn die Brille nicht das auslösende Problem ist.

Wir möchten unsere Patienten an dieser Stelle darüber informieren, dass die Krankenkassen die Kosten für eine Brille in der Regel nicht mehr übernehmen.
Daher erhalten Sie bei uns im Bedarfsfall auch kein Rezept, sondern eine Brilleninformation. Diese kann dem Optiker vorgelegt werden, damit dieser Ihnen eine Brille anfertigt.

Die Bestimmung von Brillengläsern erfordert besondere Erfahrung und viel Sorgfalt.
Leider tummeln sich auf dem Markt der Untersucher auch zweifelhafte Spezialisten, die nach medizinisch nicht anerkannten Methoden untersuchen und dann häufig zu recht seltsamen oder gar abwegigen Ergebnissen kommen.
Beispielhaft ist hier die sog. Winkelfehlsichtigkeit zu erwähnen, die von verschiedenen Seiten immer wieder festgestellt wird.
Dabei wird konstatiert, dass auch eine geringste Abweichung der Sehachsen beider Augen therapiert werden muss. Zum vermeintlichen Ausgleich werden dann spezielle und sehr teure Prismengläser empfohlen.
Die akademische Augenheilkunde kommt hier zu völlig anderen Ergebnissen. Kleinste Abweichungen der Sehachsen korrigiert das optische System selbstständig und nur wesentliche Differenzen müssen durch Spezialgläser therapiert werden.
Bei Fragen zu diesem Thema bieten wir unseren Patienten eine kompetente Beratung auf Grundlage einer fachlichen Untersuchung an. Diese ist zudem frei von wirtschaftlichen Interessen, wie sie durch den Verkauf spezieller Gläser entstehen könnte.
Ein besonderes Augenmerk richten wir auf unsere kleinen Patienten.
Bei Kindern und auch Jugendlichen ist das visuelle Korrektursystem des Körpers noch so leistungsfähig, dass bestimmte Sehfehler durch unbewußte Anstrengung verdeckt werden können.
Wir sprechen dann von einem versteckten Sehfehler.
Eine korrekte Sehschärfenbestimmung ist in diesen Fällen nur dann möglich, wenn man die Korrekturmechanismen durch Gabe bestimmter Medikamente in Tropfenform (Messung unter Wirkung von Cyclopentolat)) vorübergehend hemmt.

Da die Wirkung dieser Tropfen erst nach ca. 60 Minuten eintritt, bitten wir unsere Patienten, sich bei dieser Messung auf eine Verweilzeit in der Praxis von ca. 90 Minuten einzustellen.
Bei geplanten Kontrollen werden wir Sie hierüber bereits bei der Terminvergabe informieren.

Bei der Auswahl einer Brille ist von ganz entscheidender Bedeutung, wofür der Patient diese einsetzen will.
Je genauer hierzu Informationen gegeben werden, desto besser ist das Ergebnis.
Wir kennen folgende Spezialbrillen:


  • Reine Fernbrillen
  • 
Reine Lesebrillen
  • 
Kombinierte Brillen (Gleitsichtbrille)

  • Arbeitsplatzbrillen

  • Sportbrillen
  • 
PC- Brillen
  • 
Kinderbrillen
  • 
etc.

Auf Wunsch beraten wir Sie gerne, welche Brillenart für Ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen die Richtige ist.

Patienten kommen immer wieder auch mit der Frage auf uns zu, ob spezielle Tönungen der Brillengläser, die ihnen empfohlen wurden, für das Auge vorteilhaft sind.
Getönte Brillengläser sind nur in wenigen Ausnahmefällen und bei bestimmten Augenerkrankungen von medizinischen Nutzen.
Im Bedarfsfall werden wir Ihnen bei Vorhandensein derartigen Erkrankungen von uns aus diese Spezialgläser empfehlen.
Sonstige, farbige Veränderungen der Brillengläser schaden dem Auge nicht.
Es ist jedoch zu prüfen, ob diese Einfluss auf die Farberkennung haben und damit die Arbeitsfähigkeit oder auch die Fahrtauglichkeit beeinflussen.

Sonnenschutzgläser sind dagegen in aller Regel von großem Nutzen für das Auge, welches hierdurch vor starker Blendung geschützt werden kann.
Die Kosten für spezielle Sonnenschutzgläser werden ebenfalls nur bei sehr wenigen, fachärztlich bestätigten Augenerkrankungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Wichtig bei der Auswahl eines guten Sonnenschutzglases ist aber nicht der Grad der Tönung, sondern der UV-Filter.
Wir empfehlen dringend, hochwertige Gläser und Sonnenbrillen ausschließlich beim Fachoptiker zu erwerben. Bei diesen sind die Qualität und damit die gesundheitliche Unbedenklichkeit garantiert.

Zum Thema Brillenbestellung im Internet haben wir eine etwas kritische Einstellung.
Ich vertrete die Meinung, dass zu einer gut funktionierenden Brille mehrere Aspekte als Voraussetzung erfüllt sein müssen.
Zunächst ist eine präzise Messung des Sehfehlers erforderlich.
Danach sollte aber auch eine fachmännische Beratung in Bezug auf ein geeignetes Brillengestell erfolgen.
Schlussendlich müssen die Brillengläser korrekt in das Brillengestell eingearbeitet werden und der Sitz der Brille den individuellen Ansprüchen des Trägers angepasst werden.
Letzteres scheint bei Anbietern aus dem Internet nicht oder nur schwer umsetzbar.

 

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