FDT (Frequenzverdopplungstechnologie)

Wussten Sie schon, dass es heute durch spezielle Techniken möglich ist, Gesichtsfeldausfälle, die durch das Glaukom hervorgerufen sind, sehr viel früher aufzudecken, als mit den herkömmlichen Messmethoden?
Wir bieten Ihnen in unserer Praxis stets die neuesten Untersuchungsmethoden auf dem Gebiet der Glaukomfrüherkennung.

 

FDT (Frequenzverdopplungstechnologie)

In der Augenheilkunde gehört die Überprüfung des Gesichtsfeldes zu den wichtigsten Untersuchungen. Dabei beschreibt das Gesichtsfeld die Umfeldwahrnehmung bei nicht bewegtem Auge, wogegen das Blickfeld die Umfeldwahrnehmung bei bewegtem Auge darstellt.
Leider müssen wir in der täglichen Praxis immer wieder feststellen, dass die Gesichtsfeldtestung bei unseren Patienten nicht gerade beliebt ist und einige diese sogar nicht für notwendig halten, weil sie irrtümlich der Ansicht sind, dass sie doch selber merken würden, wenn es zu Störungen der Umfeldwahrnehmung käme.
Wir erklären diesen Patienten dann, dass sie ja bereits einen totalen Gesichtsfeldausfall in bestimmten Bereichen beider Augen haben.
Es handelt sich um den sog. „blinden Fleck“, der durch den Eintritt der Sehnerven an beiden Augen entsteht.
Dieser wird zur Verwunderung der meisten Patienten gar nicht wahrgenommen, weil das Gehirn diesen anatomischen Mangel durch entsprechende Verarbeitung ausgleicht.
Somit ist die subjektive Wahrnehmung des Patienten ganz offensichtlich nicht geeignet, Gesichtsfeldausfälle frühzeitig aufzudecken.
Heute wird die Gesichtsfeldprüfung in der Augenarztpraxis in aller Regel an hochmodernen Computern durchgeführt, die eine sofortige Auswertung ermöglichen. Dabei werden sog. Schwellentests eingesetzt, die beim Patienten durch Anbieten bestimmter Lichtreize in den verschiedenen Bereichen des Gesichtsfeldes die Grenze der Wahrnehmbarkeit testet.
Definiert wird die Größe und die Helligkeit der angebotenen Lichtreize schrittweise so reduziert, dass sie der Patient gerade noch wahrnehmen kann.
Gerade deshalb sind diese Tests so anstrengend, weil sie den Prüfling an seine Grenzen führt.
Dabei sind die Testverfahren sogar intelligent. Das heißt, sie stellen sich auf den Prüfling ein. Je besser dieser reagiert, desto schwerer werden die Prüfsignale. Jedes Gebiet wird auch mehrfach geprüft und dessen Ergebnisse auf Plausibilität getestet. So ergeben sich auch dann sehr genaue Ergebnisse, wenn der Prüfling kurzfristig nicht aufmerksam war, geblinzelt hat oder eine falsche Reaktion gezeigt hatte.
Die Ergebnisse dieser Tests sind besonders bei der Erstdiganose aber auch bei der Verlaufskontrolle des Glaukoms (hoher Augendruck) sehr hilfreich, weil diese Erkrankung ganz charakteristische Defekte verursacht, die so lange zunehmen, wie das Glaukom noch nicht ausreichend therapiert ist.
Wie an anderer Stelle bereits ausgeführt, liegt die Gefahr einer Glaukomerkrankung zum einen darin, dass der Patient zunächst keinerlei Beschwerden oder gar Schmerzen hat, andererseits einmal eingetretene Schäden nicht mehr repariert werden können und damit dauerhaft sind.
Ziel einer effektiven Diagnostik in Bezug auf ein Glaukom muss es also sein, dieses so früh, wie möglich, nachzuweisen.
Ziel einer erfolgreichen Therapie ist es, das Fortschreiten einer möglichen Schädigung der Augen unter allen Umständen zu verhindern.

Leider werden bei der herkömmlichen Gesichtsfelduntersuchung Ausfälle erst dann sichtbar, wenn es im Bereich der Nervenfasern der Netzhaut bereits zu schwerwiegenden Schäden gekommen ist.
Deshalb wird ständig nach noch empfindlicheren Verfahren gesucht, um Erkrankungen in einem möglichst frühen Stadium zu diagnostizieren, in dem es noch nicht zu irreversiblen und damit schwerwiegenden Schäden gekommen ist.
Für die Glaukomerkrankung existieren diese moderneren Verfahren in Form der Frequenzverdopplungstechnologie (FTD) und der HRT- Untersuchung bereits.
Durch eine Spezifizierung des Gesichtsfeldtests ist es bei der FDT-Untersuchung gelungen, ganz bestimmte Nervenzellen in der Netzhaut zu reizen, die durch eine Glaukomerkrankung zuerst geschädigt würden.
Mit Hilfe des FDT können frühe Schädigungen im Bereich der Nervenversorgung der Netzhaut des Auges damit bereits zu einem Zeitpunkt nachgewiesen werden, zu dem es noch nicht zu Veränderungen der Sehfunktion gekommen ist.
Durch die Überprüfung mit diesem modernsten Testverfahren ist es daher möglich, die Glaukomdiagnose früher und sicherer zu stellen, was einen erheblichen Zeitvorteil bei der Behandlung bedeutet.
Ein weiterer positiver Effekt ist die nur sehr kurze Untersuchungszeit, was gerade von den Patienten sehr geschätzt wird.
Wir sind stolz, Ihnen auch diese modernste Gesichtfelduntersuchung bei uns in der Praxis anbieten zu können.

Die Kosten für eine FDT-Untersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen zzt. leider nicht übernommen. Wir bieten Ihnen dieses Diagnoseverfahren daher im Rahmen einer privatärztlichen Behandlung an. Auf Wunsch informieren wir Sie gerne über die entstehenden Kosten.