HRT

Wussten Sie schon, dass es heute mit Hilfe modernster Lasertechnik möglich ist, präzise Aufnahmen von Ihrem Sehnerven anzufertigen, auf denen in der Verlaufskontrolle geringste Veränderungen deutlich erkannt werden können, was Ihnen besonders bei der Behandlung eines Glaukoms zu gute kommt?
Wir führen diese Art der Untersuchung ambulant in unserer Praxis durch.

 

HRT Untersuchung

Der Sehnervenkopf, die Papille, stellt den Eintrittspunkt des Sehnerven von hinten in das Auge dar. In dieser wichtigen Struktur werden alle Nervenfasern aus der gesamten Netzhaut gebündelt. Schädigungen in diesem Bereich können damit das Sehen maßgeblich beeinflussen.

Im Idealfall sieht der Sehnerv kompakt aus, besteht also durchgehend aus Nervenfasern. Es gibt aber auch Sehnerven, die im gesunden Zustand in der Mitte des Nerven Aussparungen haben, die dann beim Blick von oben, wie ein Krater aussehen. Man spricht dann von einer Excavation.

Eine ähnliche Formation bildet sich aber auch dann, wenn durch Krankheiten Nervenfasern geschädigt werden und dadurch zu Grunde gehen.

Wird bei einem Patienten daher eine Excavation (Kraterformation) festgestellt, muss sehr gewissenhaft untersucht werden, ob es sich um einen angeborenen und damit normalen Zustand handelt, oder ob eine Erkrankung vorliegt.

Das wichtigste Unterscheidungskriterium bei diesen beiden Zuständen, in denen beim Patienten eine Excavation (Kraterformation) am Sehnerven gefunden wird, ist die Frage, ob sich der Sehnerv und insbesondere der Krater verändert.

Angeborene und damit nicht krankhafte Excavationen verändern sich nämlich nicht, während krankheitsbedingte sich mit der Zeit vergrößern.

Es ist nun die Aufgabe des Augenarztes durch sehr genaue Untersuchungen auszuschließen, dass sich die bei dem Patienten festgestellte Kraterformation vergrößert.

Es stehen heute sehr präzise Messverfahren zur Verfügung, um mögliche Veränderungen am Sehnerven unzweifelhaft zu diagnostizieren. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass sich diese Veränderungen nur sehr langsam entwickeln und extrem geringfügig ausfallen können. Daher sind äußerst genaue diagnostische Verfahren erforderlich.

Wir setzen bei unseren Patienten ein spezielles Bildgebungsverfahren (HRT=Heidelberger Retinotopographie) ein, welches mit Hilfe einer Laserstrahlkamera arbeitet. Diese erstellt von der Papille (Sehnervenkopf) eine sehr präzise Aufnahme, die dann auf eventuelle Auffälligkeiten und insbesondere auf Veränderungen nach Ablauf eines bestimmten Zeitintervalls hin untersucht werden kann.

Der besondere Vorteil dieser Technologie liegt dabei in der Fähigkeit des daran angeschlossenen Computersystems, zwei aufeinanderfolgende Aufnahmen elektronisch übereinanderzulegen und dann einen extrem genauen Vergleich anzustellen, ob Veränderungen aufgetreten sind.

Eine weitere sehr wichtige Funktion ist die Möglichkeit, aus den ermittelten Messwerten ein dreidimensionales Abbild des Sehnervenkopfes (Papille) anzufertigen. Dieses Bild kann mit den Patienten in Ruhe besprochen werden und verdeutlicht das Phänomen der Excavation (Kraterbildung) sehr anschaulich.

Uns ist sehr wichtig, dass unsere Patienten ihre Krankheitsbilder sehr genau verstehen. Dies ist nach unserer Erfahrung eine wichtige Voraussetzung für eine gute Mitarbeit des Patienten bei einer eventuellen Therapie und verbessert damit den Behandlungserfolg.

Bei der Technologie des HRT ist darauf hinzuweisen, dass sich krankheitsbedingte Verschlechterungen nur sehr langsam entwickeln, so dass zwischen zwei Untersuchungsintervallen, eine gewisse Zeit vergehen muss, bevor man überhaupt etwas messen kann.

Wir werden Sie über die geeigneten Untersuchungsintervalle, als auch über die möglichen Diagnoseverfahren genau informieren.

Die HRT-Technologie kann bei allen Erkrankungen des Sehnerven, wie Glaukom, Durchblutungsstörungen, Multipler Sklerose, Sehnervenentzündungen, aber auch bei Durchblutungsstörungen der Netzhaut eingesetzt werden.