Pachymetrie

Wussten Sie schon, dass die Beschaffenheit, und hier insbesondere die Dicke der Hornhaut, wesentlichen Einfluss auf die Messwerte der Augeninnendruckmessung hat?
Mit Hilfe der Sonographie gestützten Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) können wir diese Einflussgrößen genau für Sie bestimmen und sind daher in der Lage, Ihre glaukomatösen Erkrankungen noch genauer zu kontrollieren und zu therapieren.

 

Pachymetrie

Unbestritten stellt die präzise Messung des Augeninnendrucks eine tragende Säule der Augenheilkunde dar. Neuere medizinische Forschungen haben ergeben, dass die Hornhautdicke des Patienten dabei einen maßgeblichen Einfluss auf die gemessenen Augendruckwerte hat.

Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass nahezu alle in der Augenheilkunde angewandten Augendruckmessverfahren auf der sog. „Impression“ beruhen. Hierbei wird die Hornhautoberfläche durch einen Stempel oder aber auch durch Luft etwas eingedrückt (impremiert), was dann Rückschlüsse auf den Augeninnendruck zulässt. Dabei ist die Kraft, die aufgewendet werden muss, um eine definierte „Eindellung“ (Impression) der Hornhaut zu erreichen, proportional zum Augeninnendruck.

Nun ist sicher leicht vorstellbar, dass eine dünnere Hornhaut sehr viel besser einzudellen (impremieren) ist, als eine im Vergleich dickere Hornhaut. Leider findet diese offenbar sehr wichtige physikalische Tatsache bei den heute gängigen Messmethoden in der Augenheilkunde nur unzureichend Berücksichtigung. Eine wissenschaftliche Gruppe unter Leitung von Prof. Dr. G. Michelson und Dr. Stodtmeister konnte durch ihre wissenschaftlichen Untersuchungen nun aber nachweisen, dass sich aus der oben beschriebenen Anhängigkeit der gemessenen Augeninnendruckwerte, von der Hornhautdicke, bei Nichtberücksichtigung, schnell signifikante Meßungenauig-keiten ergeben. Die korrekte Messung der Augeninnendruckwerte stellt aber das Fundament einer gewissenhaften Diagnostik und einen wesentlichen Baustein einer notwendigen Therapie dar. Insbesondere beim Glaucom (krankhaft erhöhter Augeninnendruck) kommt es manchmal darauf an, den Druck medikamentös auf vorher definierte Werte zu reduzieren, damit eine dauerhafte Schädigung des Sehnerven vermieden werden kann. Es muss also das Ziel sein, den zu messenden Druck, durch geeignete Verfahren, so genau, wie möglich, zu ermitteln, da sich aus den Messergebnissen zum Teil weitreichende therapeutische Konsequenzen ergeben.

Mit dem Messverfahren der Pachymetrie steht jetzt eine Technik zur Verfügung, die den Einfluss der Hornhautdicke bei der Augeninnendruckmessung in angemessener Weise berücksichtigt. Dabei wird die Hornhautdicke völlig schmerzfrei mittels Ultraschalltechnologie, ambulant, in der Praxis, ermittelt und deren Ergebnisse dann in eine „Umrechnungsformel“ eingegeben, so dass die „wahren“ Augeninnendruckwerte errechnet werden können. Durch diese Ergänzungsmessung erreichen wir eine noch höhere Präzision bei der Messung des so wichtigen Augeninnendruckes und sind so in der Lage, krankhafte Veränderungen noch schneller und genauer zu erkennen und letztlich auch noch effektiver und konsequenter zu therapieren.

Wir haben den Anspruches, Ihnen stets modernste Augenheilkunde auf wissenschaftlich höchstem Niveau anzubieten, und sind daher stolz drauf, diese innovative Untersuchungsmethode bei der Diagnostik für Sie einsetzen zu können. Wegen der Wichtigkeit der präzisen Druckeinstellung ist insbesondere bei Glaucompatienten eine Pachymetrie der Hornhaut zu empfehlen. Leider werden die entstehenden Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen bisher nicht erstattet.

Auf Wunsch informieren wir Sie gerne.